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Das Romische Dacia

  • Roman Imperor Traian (98-117) conqueror of Dacia

    Roman Imperor Traian (98-117) conqueror of Dacia

Das Römische Dacien

Die Eroberung Daciens durch die Römer und ihre Verwandlung in eine kaiserliche Provinz 106-271(n.Chr.) brachte Veränderungen im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben der Einheimischen mit sich. Die Geto-Daker blieben weiterhin die bedeutendste ethnische Gemeinschaft sowohl in den freien als auch in den besetzten Gebieten. Sie arbeiteten weiterhin Seite an Seite mit den römischen Kolonisten und Veteranen, die in die neue kaiserliche Provinz Dacien von überall aus der römischen Welt gebracht wurden.

Der Geist der Eroberer zusammen mit dem Fleiß der einheimischen Bevölkerung stellte sich als sehr gewinnbringend für das Land heraus. Dacia erreichte ein hohes Niveau materieller und spiritueller Kultur. Der intensive Prozeß der Romanisierung hat langfristig die Sprache, den Namen, das Bewußtsein und die Kultur des rumänischen Volkes geprägt. Die Entstehung des rumänischen Volkes baut auf zwei grundlegende ethnische Elemente auf, und zwar die Geto-Daker und die Römer, mit einer zusätzlichen geringen slawischen Anpassung.

Die Krise, die das römische Reich am Ende des 3.Jh. erschütterte, sowie der Druck der von den barbarischen Völkern ausgeübt wurde, brachte den Kaiser Aurelius(. 270-275 n.Chr.) dazu, seine Truppen, seine Verwaltungseinheiten und Teile der Bevölkerung Daciens in Richtung Süden über die Donau zurückzubefördern (271 n.Chr.), wo Dacia Aureliana gegründet worden war. Der größere Teil der Bevölkerung jedoch, bestehend aus römischen Kolonisten und romanisierten Dakern blieben dort und behielten weiterhin den engen Kontakt mit den Römern südlich der Donau. Diese Beziehungen waren in der Tat sehr eng, soweit die reichen archäologischen Funde in Siebenbürgen (Alba-Iulia, Bratei), Oltenia, Wallachia (Sucidava, Romula, Câmpulung-Muscel), und sogar Moldau, es beweisen, sowie auch die Münzvorräte die überall auf dem gegenwärtigen rumänischen Gebiet zu finden sind.

Der Prozeß der Romanisierung setzte sich nördlich der Donau auch nach dem dritten Jahrhundert fort. Dies geschah aufgrund des christlichen Glaubens, welches sich von den Städten ausbreitete, die auf dem rechten Damm der mittleren und unteren Ströme der Donau lagen.

Einige römische Kaiser, und nachträglich einige der Byzantiner, überfielen die Gebiete nördlich der Donau, und schafften es unter Constantin dem Großen (307 - 337), Valens (364 - 378) und Justinian (527 - 565), teilweise die römische Herrschaft über die frühere Provinz Dacia wieder herzustellen.

Die "Barbarenwellen", die durch das Gebiet Daciens hindurch gezogen sind, z.B. Gothen, Hunnen, Avaren, Slawen veränderten seine gesellschaftliche und politische Organisation. Wie in anderen Teilen Europas, zerstörten die Barbaren in großem Umfang Stadtsysteme, und folglich den Kern wirtschaftlicher Aktivitäten, die sich von den Städten in Richtung ländliches Gebiet bewegten, und somit den Prozeß der ländlichen Erschließung mit sich brachten. Die dakisch-römische Bevölkerung sammelte sich unter einem Dach, welches der rumänische Historiker Nicolae Iorga volkstümlich Romanii nannte. Die Einwohner dieser Gebiete entwickelten ein Zusammengehörigkeitsgefühl, oder das Gefühl früher zu dem römischen Reich gehört zu haben. Ihre Hauptbeschäftigung war der ländliche Anbau und das Züchten der Tiere; ihr römischer Ursprung wird immer noch durch die rumänische Sprache reflektiert, da die Namen der Hauptbeschäftigungen und die der Farmerzeugnisse lateinischen Ursprungs sind. Der ethnologische Prozeß des rumänischen Volkes war bis zum 8ten Jahrhundert vollendet.