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Die Furstentumer Rumaniens

  • Romanian voievods around  10th century: Vlad, Gelu and   Menumorut

    Romanian voievods around
    10th century: Vlad, Gelu and
    Menumorut

Die Fürstentümer Rumäniens

 

Angefangen mit dem 10 Jh. bezeugen Dokumente slawischer, byzantinischer, ungarischer und lateinischer Herkunft die Existenz der Staatenbildung bis zum heutigen Gebiet Rumäniens. Diese Staatenbildungen waren bekannt als Fürstentümer, Herzogtümer oder Voivodschaften, von dem Volk gemeinsam als "tari" (terrae)=Länder, bezeichnet. Die ersten Fürstentümer, die festgestellt wurden waren in Transilvanien und in der Dobrudja, und später in den Gebieten östlich und südlich der Karpaten.

Die transilvanische Länderbildung erreichte ein relativ hohes Niveau politischer und militärischer Organisation, die dem Militärdruck der Ungarn zwischen dem 9ten und 11 Jh. lange standhielt. Letztendlich mußten sie aufgeben und eine gemeinsame Voivodschaft bilden, Siebenbürgen, unter ungarischer Führung. Manche Gebiete behielten jedoch weiterhin die lokale Autonomie.

Im 11 Jh. und im Großteil des 12 Jh., fiel Siebenbürgen allmählich unter ungarische Vorherrschaft; dennoch behielt es seine eigene Organisation, da es von einem Voivod --eine alte Form der Regierung, die in ganz Siebenbürgen bis zum 16 Jh., als dieser Status in den eines Fürsten verändert wurde, zu finden war. Um die Verteidigung ihrer Grenzen gegen überfälle einiger Völker (Petschenegen, Kumanen and ganz besonders die Tataren) zu stärken, unterstützten die ungarischen Könige die Einsiedlung anderer ethnischer Volksgruppen in Siebenbürgen. Dieser Prozeß begann Mitte des 12ten Jh, als Gruppen von Szeklern (eine Bevölkerungsmischung bestehend aus Steppenwanderer die den Ungarn auf ihrem Weg nach Europa folgten) und Sachsen (Deutsche Siedler aus Flandern, Luxemburg, der Mosel- und Rheinregionen, und aus Sachsen) gebracht wurden, welche hunerte von Ortschaften in ganz Siebenbürgen gründeten sowie die Städte- und Landkultur mitbrachten.

Die Veränderungen, die sich in Europa in dem l4 Jh. ereigneten zusammen mit der Schwächung der mehr als hundert Jahre alten Goldenen Schar, ergriffen die südlichen und östlichen Gebiete Rumäniens, sprich Wallachei und die Moldau. Die führenden rumänischen Kreise Siebenbürgens waren in Konflikt mit der Ungarischen Krone, da diese die Absicht hatte, die lokalen Autonomien abzuschaffen. Dies trug zu dem Prozeß der Vereinigung , der sich über den Bergen hinweg ereignete. Da die Menschen anfingen die Berge zu überqueren, wurden neue demographische Einflüsse und politische Erfahrungen den Führern der Süd- und Ostkarpaten gebracht.

Der wirtschaftliche Austausch, die Entwicklung von Gemeinden und Städten die durch die Handelswege mit dem internationalen Welthandel verbunden waren, bot dem rumänischen politischen System eine gute Chance, die Vereinigungsprojekte auf einer funktionsfähigen Basis aufzubauen. Als sie ihre Unabhängigkeit von der Ungarischen Krone im Krieg gewonnen hatten, begannen die rumänischen Fürstentümer - südlich und östlich der Karpaten eine politisch, militärisch und kulturell immer wichtiger werdende Rolle im Süd - Osten Europas und in Mitteleuropa zu spielen. Die Gründer der unabhängigen rumänischen Staaten waren Fürst Basarab I (1324-1352) in der Wallachei, und Bogdan I (1359-1365) in der Moldau.