Die Beziehung Mensch Versus Natur
Im Laufe der Zeit wurden die natürlichen Ressourcen und ökosysteme der Donaudelta stark durch den menschlichen leichtsinnigen und zerstörerischen Eingriff stark beeinflusst, gleichgültig ob durch den Bau neuer Wasserkanäle für die Schifffahrt oder durch die Verschmutzung der Donau mit Abwasser oder Industrieabfall, Pestizide und Nährstoffe, durch die Verkleinerung der überfluteten Gebiete (die natürliche Fischheime sind), durch Stauung, oder durch die skrupellose Ausbeutung der Ressourcen des Deltas durch Landwirtschaft, Fischerei, Jagen, Tourismus, durch Schilfwachstum und Schilfschneiden, durch die Sandgewinnung, die größtenteils während der kommunistischen Regierungszeit durchgeführt wurde (1960-1980).
Schutzmaßnahmen für Flora und Fauna des Donaudeltas, wie die Rosca-Buhaiova Faunareservate, die Wälder Letea und Caraorman, wurden in den 40er vorgenommen. Als die Kommission der Rumänischen Akademie für Naturdenkmäler im Jahre 1956 gegründet wurde, gab es 5 Reservate über eine Fläche von etwa 40.000 ha, wovon drei für die Ornithologie und zwei für das Waldgebiet bestimmt waren.
Die spätere groß angelegte Landgewinnung und Zerstörung des Lebensraumes wurden angesprochen, als das Donaudelta Biosphärenreservat am Anfang der 90er eingesetzt wurde. Das Reservat umfasst das Delta und das Razim-Sinoe Seesystem. Seine Aufgabe ist, die genetische Vielfalt der Flora und Fauna Donaudeltas zu bewahren, die lebensunterstützenden Systeme zu erhalten, die anhaltende Verwendung der Arten und des ökosystems sicherzustellen. Das Reservat besteht aus etwa 18 Speicher oder geschützte Gebiete über eine Fläche von 506.000 ha, wo wirtschaftliche Aktivitäten wie die Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Schilfschneiden, Fischzucht, Jagen, Tourismus mit Einschränkungen erlaubt sind, vorausgesetzt, dass die dem ökologischen Regenerierungsprozess und der zukünftigen Entwicklungsplanung keinen Schaden zufügen. Ein geeignetes ökologisches Management des Donaudeltas als Biosphärenreservat, wurde soweit durch die rumänische Regierung, durch die Union zur Welterhaltung der Natur (World Conservation of Nature Union = IUCN), durch die UNESCO, durch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (European Bank for Reconstruction and Development =EBRD/EBWE), und durch die Weltbank finanziell unterstützt.