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Voronet
Kloster Voronet
Das Nonnenkloster Voronet, wurde zu Hl. Georg geweiht und befindet sich in Wandernähe von Gura Humorului. Eine alte Chronik, die von Ion Neculce geschrieben wurde zeichnet auf, dass Stefan der Große das Kloster Voronet im Jahre 1488 gründete, um sein Versprechen an den Einsiedler Daniil zu halten, der den Fürsten von Moldau ermutigte, die Türken aus der Wallachei zu verdrängen. Nachdem Stefan die Schlacht gegen die Türken gewonnen hatte, errichtete er Voronet innnerhalb von 3 Monaten und 21 Tagen, genau an der Stelle wo Daniil seine kleine Holzeinsiedelei hatte.
Seine Innen- und Außenfresken wurden später zwischen 1534 und 1535angefertigt, während der Herrschaft des Fürsten Petru Rares und auf die Bitte des Metropoliten Grigore Rosca hin, ein großer Gelehrter dieser Zeit, der auch einen Vorraum im Jahre 1547 hinzufügte.
Das Kloster Voronet ist womöglich das vollständigste Beispiel künstlerischer Leistung der moldauischen Architektur und Malerei. Das Kloster wurde zu Friedenszeiten mit den Türken gebaut, als Stefan seinen Staat zentralisierte und diesem neue Impulse in den Bereichen der Wirtschaft und der Kultur gab.
Die Kirche hat eine Kleeblattform, passend zu dem moldauischen mittelalterlichem Architekturstil, der in der Byzanz vorherrschte. Voronet ist in seiner Größe ziemlich beeindruckend, d.h. 25,50 m lang (außer dem Vorraum), und 7,70 m breit. Die Türen des Vorbaus haben eine Renaissancegestaltung, während die Steinmeißelungen der unterbrochenen Gewölbe, der Türen und Fenstern zum Gotikstil gehören. Die Existenz er Außenstützen ist ein Zeichen des romanischen und gotischen Architektureinflusses in der Verstärkung der Konstruktionen, und weist daher auf eine Zusammengehörigkeit mit dem zum westlichen Kunststil.
Die Bilder auf den Kirchenwänden, die von Spezialisten angefertigt wurden, deren Namen unbekannt geblieben sind, mit Ausnahme der von Marcu dem Malspezialisten, dessen Name auf der linken Seite der Eingangstür eingetragen ist, haben eine ausgeprägte Farbharmonie, eine spezielle Art der Komposition, der Energie und Klarheit. Sie sind von der Sanftheit und Wärme des moldauischen Geistes umgeben, während ihre Farben blau und grün aus der umgebenden Natur entnommen wurden.
Kloster Voronet wurde als "Orientalische Sixtinische Kapelle" bezeichnet, wobei das Voronet blau, das aus Lapisazuli gewonnen wurde, in das Kunstlexikon zusammen mit Tiziano rot und Veronese grün eingegangen ist.
Das künstlerische Verfahren der Maler hat eine warme Menschlichkeit, da die Szenen, das Leben der Menschen in der Moldau zu jener Zeit schildern. Somit haben die Engel der Freskos liebliche Gesichter moldauischer Frauen, die Erzengel blasen das Buzium - ein rumänisches Schäfermusikinstrument, ähnlich dem Alperhorn-, die Seelen, die zum Himmel getragen werden sind in moldauischen Tüchern gewickelt, während die Seelen, die verurteilt sind, im Höllenfeuer zu brennen, genau wie die Türken, Moldaus damalige gefürchtetsten Feinde, Turbane tragen.
Das "Jüngste Gericht" gemalt auf der Westseite der Kirche ist womöglich das feinste Werk unter den Klosterbemalungen in der Moldau. Im Höllenfeuer (ein großer Trichter lebendiger Kohle, der sich zu den Füßen Jesus öffnet), sind Sünder unter denen sich auch Persönlichkeiten wie Könige, Priester ihren Weg nach außen erkämpfen. In der Nähe des Richterstuhles, werden Adam und Eva dargestellt zusammen mit Propheten, Ranghöchsten, Märtyrer und Moses. Auf einer anderen Abbildung hält eine Hand die Waage der Gerechtigkeit, wo die Sünden der Menschheit gewogen werden. Auf der rechten und linken Seite, streiten sich die Dämonen um den Besitz der Angeklagten. Unter den Sündern gibt es viele Türken und Tataren, mit grausamen Gesichtern und furchterregenden Erscheinungen. Die "Auferstehung von den Toten", eine sehr dramatische Szene, wird unter dem Klang des Buziums durchgeführt. Die Tiere nehmen ebenfalls beim Prozeß teil, indem sie Stücke des menschlichen Körpers bringen, die von wilden Biestern abgerissen worden sind. Nur das Reh bringt nichts zurück, da dieses Tier in der rumänischen Folklore ein Symbol der Unschuld ist. Am Eingangstor zum Paradies drängen sich Menschen, die hinein gehen wollen; der Maler möchte mit viel Witz ausdrücken, wie eilig es die Menschen haben, in den Garten Edens zu gelangen. Die Südseite stellt den "Baum Jesse" dar, die sagenhafte Genealogie Jesu. Ein Fresko, welches auf acht Tafeln, durch fast hundert Zeichnungen die prachtvollen Pflanzenverflechtungen von Zweigen und Ranken darstellt. Ebenfalls auf der Südseite sind auch die Portraits von Grigore Rosca und Daniil dem Einsiedler.
Auf der Nordwand, den Wettereinflüssen stärker ausgesetzt sind noch einige wenige Elemente, die die "Erschaffung der Welt" darstellen sowie die allgemeine Legende von der "Versuchung Adams", die auch bei den Klöstern Sucevita und Moldovita gemalt sind.
Unter den Bildern der Innenwände der Kirche, sollte " Das Letzte Abendmahl " besonders erwähnt werden, während im Hauptschiff ein Bild mit Stefan dem Großen und seiner Frau Maria Voichita und ihrem Sohn, Bogdan zu sehen sind.
Der Stuhl des Herrschers in der Kirche ist ein Meisterwerk der Holzschnitzerei.
Die Geschichte der rumänischen Kultur bezeichnet das Kloster Voronet als Bezugsort wo historische und religiöse Werke erschaffen wurden. Unter diesen sollten auch "Das Alte Manuskript von Voronet" und "Das Psalmenbuch von Voronet" erwähnt werden.
Daniil der Einsiedler wurde als heilig gesprochen und wird von der Ortodoxen Kirche am 18 Dezember gefeiert; sein Grab befindet sich auf der rechten Seite der Kirchenexedra.




