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Cozia

Kloster Cozia

 

Das Kloster Cozia befindet sich 20 km von Râmnicu Vâlcea entfernt, in der Umgebung des Aufenthaltsortes von Calimanesti-Caciulata, auf der rechten Seite des Flusses Olt und wird von etwa 30 Mönchen verwaltet.

Es wird auch "Nucet" oder Nusswäldchen genannt, da es früher viele Nussbäume in der Umgebung gab. Das Kloster ist ein Beispliel guterhaltener wallachischer Architektur, mit byzantinischem Einfluss, herausgegriffen durch abwechselnde Ziegelstein-, und Steingruppen, und mit Schnitzereien verzierte, künstliche Ständer.

"Die Heilige Dreifaltigkeit" Kirche des Klosters Cozia wurde von dem Fürsten Mircea dem Alten (Großvater von Vlad dem Pfähler) 1388 gegründet. Der Dreieckplan der Kirche wurde von Bauspezialisten aus Mähren harmonisch und prächtig ausgeschmückt. Die Pronaos bewahrt noch Teile der original byzantinischen Klostermalereien zwischen 1390 und 1391, während der Rest der Freskos das Ergebnis einer Rekonstruktionsarbeit sind, die im Jahre 1719 durchgeführt wurde.

Die Kirche wurde im Jahre 1517 von dem Fürsten Neagoe Basarab repariert und der heute noch vorhandene Brunnen, der seinen Namen trägt, wurde in der gleichen Zeit errichtet. 1707 fügte der damals regierende Fürst Constantin Brâncoveanu der Kirche einen Säulengang hinzu nach besonderem rumänischem Kunststil, der seinen Namen trägt, sowie die Zellen und die Taufkapelle vor der Kirche. Im Hauptschiff befinden sich die Votivbilder von Mircea dem Alten und seinem Sohn, Michael. Der Fürst der Wallachei wurde als Kreuzritter gemalt, da er zusammen mit westlichen Rittern gegen die Moslems und für das Christentum kämpfte, leider aber die Türkische Vorherrschaft letztendlich nach seiner Besiegung bei Nicopolis 1396 akzeptieren mußte; Mircea der Alte liegt jetzt in der Kirche begraben.

Dort befindet sich auch das Grab der Nonne Teofana, die Mutter von Michael dem Tapferen, dessen Namen sich auf die erste aber kurzzeitige Vereinigung der drei rumänisch sprechenden Gebiete Wallachei, Moldau und Siebenbürgen/Transilvanien im Jahre 1601 bezieht.

Die ursprüngliche Ikonostasis aus Holz wurde durch ein Feuer zerstört, sie wurde aber im Jahre 1794 durch Stuckarbeit restauriert. Das Kreuz auf der Spitze des Glockenturms stammt aus der Zeit von Mircea dem Alten, während die Kronleuchter ein Geschenk des Fürsten Constantin Brâncoveanu sind.

Die Gebäude wurden von den Fürsten Bibescu und Stirbei zwischen 1850-1856 restauriert; in der gleichen Zeit wurden zwei Pavillons gebaut, von denen eines, das als fürstliche Sommerresidenz galt, immer noch existiert.

Die Cozia-Bauten beinhalten auch zwei Kapellen aus dem 16 und 18 Jh. mit Originalfresken jener Zeit und zwei Glocken aus den Jahren 1395, bzw. 1413. Die Kirchenklinik stammt aus dem Jahre 1543, während die Zellen im Jahre 1388 gebaut und im 19 Jh. renoviert wurden.

Das Klosterkomplex wurde zwischen 1958 und 1980 vollständig restauriert und modernisiert, als auch die Kirche mit einem Dach aus Kupferblech abgedeckt wurde, die Zellen und die zwei Kapellen gefestigt wurden und die Zentralheizung hinzugefügt wurde.

Das Klostermuseum beherbergt eine wertvolle Sammlung alter Ikonen, Gegenstände des Klosters, Münzen und alte Bücher unter denen 'Das Epitaph'(1396), 'Die Gospel'(1644) gedruckt von dem Bischof Varlaam (Autor von 'Rumänisches Buch des Unterrichtens' (1643), eine der ersten Beispiele der rumänischen literarischen Sprache), und 'Das Psalmenbuch in Reimen' (1673) herausgegeben von Dosoftei (hervorragender Gelehrter, übersetzer und Schöpfer kultivierter rumänischer Dichtkunst, sowie Förderer der rumänischen Kirchensprache). Das Kloster Cozia war ein wichtiges mittelalterliches kulturelles Zentrum, wo Gelehrte und ihre Schüler viele religiöse, in slawonischer Sprache geschriebene Bücher, gedruckt, übersetzt und interpretiert haben und somit den Rumänen zugänglich gemacht haben.

In der gleichen alten Tradition, hat der rumänische Dichter Grigore Alexandrescu eines seiner bekanntesten Stücke rumänischer Dichtkunst geschrieben, die von Kindern in den Schulen gelesen werden, mit dem Titel 'Der Schatten von Mircea bei Cozia'.