Home > Plätze > Die Schwarzmeerkuste > Kloster der Wallachei > Kloster aus Einem Holzstuck
Kloster aus Einem Holzstuck
Kloster Aus Einem Holzstück
Dieses Nonnenkloster befindet sich in einer Naturumgebung und ist von dem Frieden und von der Stille, die typisch für abgesonderte Klosterorte sind, erfüllt; dieses Kloster liegt 26 km südlich von Râmnicu Vâlcea, in einem Tal umgeben von kleinen Eichenwaldhügeln.
Das Kloster Aus Einem Holzstück bezog seinen Namen von einer kleinen Holzkirche, die aus einem einzigen Eichenbaum gebaut war. Es wurde in den ersten Jahrzehnten des 16 Jh. errichtet und an Marias Himmelfahrt geweiht. Es steht in Verbindung zu der ehemaligen Holzkirche und die Legende sagt, dass in der Höhle eines Eichenbaumes, ein Mönch eine Ikone der Jungfrau Maria fand, die ihn bat, eine kleine Kirche aus diesem selben Baum zu errichten. Die Ikone wurde bis heute aufbewahrt und ist zweifellos der wertvollste Gegenstand des Klosters. Sie ist 1,5 m und 1,10 m breit; sie wurde im Jahre 1812 versilbert. Die Ikone der Heiligen Jungfrau verursachte Kontroversen unter den Experten, da manche von ihnen behaupteten, sie sei im 4 Jh. in Griechenland erstellt worden, andere schätzten dass sie entweder in Konstantinopel oder beim Athosberg um das Jahr 1453 bemalt worden sei, und andere behaupteten, dass die Ikone in der zweiten Hälfte des 16 Jh. bemalt worden sei. Wahrscheinlich liegt die zweite Version näher an der Wahrheit, aufgrund der damaligen guten Beziehungen zwischen den rumänischsprachigen Gebieten mit dem Patriarchat von Konstantinopel und dem Berg Athos. Die Art und Weise wie die Ikone die Wallachei erreicht hat, muß noch geklärt werden.
Die gegenwärtige Holzkirche, erbaut an der Stelle wo einst die andere durch ein Feuer im 18 Jh. zerstört wurde, ist 13 m lang, 5,50 m breit und 4 m hoch. Sie ist umschlossen von einem holzgeschnitzten Gürtel, sie hat einen offenen Vorraum und keinen Glockenturm. Dieses hölzerne Schmuckstück, entworfen von den begabten Bauernkunsthandwerker der Region ist besonders malerisch, vor allem weil sie gut in der fünf Jahrhundert alten Eichenbaumumgebung hineinpasst. Die Ikonostasis mit den künstlerischen Lindenbaumholzschnitzereien, die Holzikonen, die die Kirche in dem gedämpften Licht des Kerzenscheins schmücken, erzeugen eine besondere Atmosphäre von heiliger Frömmigkeit und Verehrung gegenüber Gott, gegenüber seinen Gründern, seinen Baumeister, seinen Malern, und nicht zuletzt den 50 Nonnen, die dieser Kirche mit Hingabe dienen.
Der Klosterort umfasst auch eine Steinkirche deren Gründung aus dem Jahre 1634-1635 datiert. Sie wird entweder mit dem Fürst Matei Basarab, oder mit einem hohen Würdenträger seiner Zeit Preda Brâncoveanu in Verbindung gebracht, aufgrund dessen Namen und als Großvater des Constantin Brâncoveanu, hervorragendste politische und kulturelle Persönlichkeit der Wallachei zwischen dem Ende des 17 Jh. und dem Anfang des 18 Jh. Angefangen bei den verblaßten Eintragungen der Votivbilder in der Kirchenexedra, die die Kirchengründer darstellen, Matei Basarab und Preda Brâncoveanu, neigen die Experten dazu zu glauben, dass zwei von ihnen den Verdienst teilen, das Gebäude errichtet zu haben.
Die Kirche trägt in ihrer gegenwärtigen Form das Kennzeichen der architektonischen Gründungen von Matei Basarab, d.h. Arnota, Caldarusani, oder die Brâncoveni Klöster. Anders als bei den religiösen Gebäuden, die von Neagoe Basarab und Constantin Brâncoveanu in der Wallachei, oder von Stefan dem Großen in der Moldau errichtet wurden, ist die Art der Klöster und Kirchen von Matei Basarab ziemlich einfach, leicht zu verstehen und somit den Menschen im Allgemeinen zugänglich. Sie wurden entworfen, um den Menschen zu dienen, nicht um sie mit ihrer Großartigkeit zu beeindrucken. Sie imponieren jedoch durch die Harmonie ihrer Dimmensionen, sowie durch die Schönheit und Genauigkeit ihres Entwurfes und ihrer Lage. Diese Kirche hat einen Dreieckenplan mit einem achteckigen Altar und einen Vorraum mit steingemeißelten Säulen. Ein Ziegelsteinzahngürtel und ein anderer, simpler überliegender Gürtel, trennen die Kirche in zwei aufeinander folgende Teile an der Außenseite. Im Trommelfell der verdeckten Gewölbe sind kleine Rosetten, deren Farben, obwohl sie jetzt verblaßt sind, den feinen Dekorationen bei den Klöstern Cozia und Curtea de Arges ähneln. Die Wächte ist aus Ziegelsteinen in den Farben gelb, grün, und ziegelsteinrot.
Im Jahre 1684, wurden die Fenster auf Anordnung des Fürsten Serban Cantacuzino restauriert (bekannt für das Drucken der ersten Bibel in rumänischer Sprache, im Jahre 1688). Er fügte auch das Portal und ein Vorraum mit achteckigen steingemeißelten Säulen und Freskenbilder hinzu. 1715 restaurierte Fürst Stefan Cantacuzino den Glockenturm des Klosters, der sich am Haupteingang befindet und dem des Klosters Hurez ähnelt, sowie die fürstliche Residenz (derzeitiges Abteihaus) mit Brancovan Steinsäulen, die die belle vue unterstützen, zusammen mit byzantinischen Bildern.
Das Grab der Frau von Serban Cantacuzino und das seines Sohnes befinden sich innerhalb der Kirche.
Da die Restaurierungsarbeiten 1938-1940 von dem Ministerium der Luft und Marinekräfte angeführt wurden, wurde der Klosterort zur Gedenkstätte des Betens für die Flieger und Seeleute, die Trost und Schutz bei der Heiligen Jungfrau gesucht haben.
Das Kloster Aus Einem Holzstück beherbergt eine kostbare Sammlung von alten Büchern, auf Holz bemalte Ikonen, alte religiöse Gegenstände und Kleidung.




