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Historische Landmarken

Historische Landmarken

 

Gradistea Muncelului, welches heute im Westen Siebenbürgens liegt, war die Hauptstadt des dakischen Staates im 6 Jh. v.Chr. Nach der Eroberung Dacias durch die Römer (86-106) wurde Sarmizegetusa Regia - ebenfalls im westlichen Teil Transilvaniens- die Hauptstadt der römischen Dacia.

 

Die Rumänen, ein romanisches christliches Volk, befanden sich letztendlich nach der Kolonisation Dacias durch die Römer (106-271 n.Chr.) innerhalb der nord-westlichen und südlichen Grenzen Siebenbürgens.

 

Zwischen dem 9 und 13 Jh. wurde Siebenbürgen, welches aus prefeudalen Fürstentümer bestand, allmählich von dem Ungarischem Reich erobert. Um seine Grenzen zu bewachen, riefen die Ungarn die Kolonisation durch die Sachsen hervor, d.h. Deutsche aus Flandern, Sachsen und aus dem Rheinland, die sich im Süden und Süd - Osten Siebenbürgens ansiedelten, zusammen mit Szeklern (direkte Nachkommen der Hunnen, die von Attila geführt wurden), die sich im Osten und Süd - Osten der Provinz ansiedelten, mit germanischen Ritter und andere Orden wie z.B. franziskanische und dominikanische Mönche.

 

Zwischen dem 15 und 16 Jh. kämpften die drei Fürstentümer Moldau, Wallachei und Siebenbürgen (in jener Zeit geführt von Prinz Iancu von Hunedoara) zusammen gegen das osmanische Reich, etwas das eigentlich ihre Verwandlung in Paschaliks verhinderte und eine Barriere für die in Europa eindringenden Türken darstellte.

 

Siebenbürgen war ein Fürstentum innerhalb des ungarischen Königreiches bis zum 16 Jh. als es aufgrund des Sieges der Türken über die Ungarn (Schlacht bei Mohacs, 1526), unter die Vorherrschaft des osmanischen Reiches fiel (1541-1699). Innerhalb dieser Zeitspanne,1599-1600, vereinte Michael der Tapfere, Fürst der Wallachei für eine kurze Zeit die drei rumänischsprachigen Gebiete, d.h. Wallachei, Moldau und Siebenbürgen. Dieses Ereignis kennzeichnete die nationale Zusammengehörigkeit der Rumänen in den drei Fürstentümern und führte im Jahre1918 zur Gründung des Nationalstaates Rumänien.

 

Zwischen dem 15 und 18 Jh. wurde Siebenbürgen von einem Unio trium nationum oder von der Allianz der privilegierten Nationen regiert d.h. von den Ungarn, Sachsen und Szeklern. Da sie entweder zur Katholischen oder zur Reformierten Kirche angehörten, grenzten diese die vorhandene rumänische Bevölkerung aus, deren orthodoxer Glauben lediglich nur toleriert wurde; außerdem wurden den Rumänen Bürgerrechte entzogen (sie hatten keinen Zugang zur siebenbürgischen Regierung oder zu den regierenden Institutionen, es war ihnen nicht erlaubt sich in den sächsischen und ungarischen Städten anzusiedeln usw.).

 

Zwischen 1699 und 1866 war Siebenbürgen eine Provinz des Habsburgischen Reiches. Im 18 Jh. kämpften die Rumänen für politische Rechte und Gleichheit mit den Ungarn, Sachsen und Szeklern. Ihr Idealismus wurde durch die Aktivitäten und Schriftwerke rumänischer aufgeklärter Gelehrten dargestellt, die sich zusammenschlossen unter dem Schutzdach der Transilvanischen Schule.

 

Die Revolution aus dem Jahre 1848 gegen die absolute Macht des Habsburger-Reiches wird gegenwärtig in Verbindung gebracht mit den Forderungen der Rumänen nach Unabhängigkeit und nach gleichen Rechten mit den anderen ethnischen Gruppen aus Siebenbürgen.

 

Zwischen 1867 und 1918, gehörte Transilvanien dem österreichisch-ungarischen Reich an. Die rumänische und sächsische Bevölkerung wurde einem Prozeß der erzwungenen Maghiaririsierung unterworfen, der durch die Bewegung der nationalen Partei der Rumänen in Siebenbürgen und von der kulturellen Gesellschaft 'Astra' für die Verteidigung der rumänischen Sprache verhindert wurde.

 

Zwischen 1918 und 1922, gegen Ende des Ersten Weltkrieges und als Folge des Friedensvertrages von Trianon und dem Entschluß der Großen Volksversammlung bei Alba Iulia, wurde Siebenbürgen innerhalb eines Militärnationalstaates genannt Großrumänien eingeschlossen zusammen mit anderen rumänischsprachige Provinzen und zwar die Wallachei, Bukowina, Bassarabien, Banat, Crisana und Maramures.

 

Im Jahre 1940, als Folge des deutsch-sowjetischen Paktes und des Wiener Diktates, mußte Rumänien Nord - Westen Siebenbürgens (größtenteils von Rumänen bevölkert, mit einer Fläche von ungefähr 43.500 km2) dem horthystischen Ungarn abgeben. Rumänien gewann es aber wieder einige Jahre später zurück, am Ende des Ersten Weltkrieges, aufgrund der Genehmigung des Pariser Vertrages im Jahre 1947.