Lebende Folklore
Volkskunst
Künstler der naiven Volksmalerei malen auch heute noch Glasikonen, mit einer langlebigen Tradition in den Dörfern der Umgebung Hermannstadt/Sibius, wie Saliste, Vale, Poiana Sibiului, Laz, Sibiel. Mit einer ausgeglichenen Zusammensetzung, geschildert durch lebhafte und üppige Farben, werden die Motive aus der Volkskunst des tägliche Lebens der Ortsansässigen entnommen und der Optimismus des rumänischen Bauern und dessen Lebenslust ausgedrückt. über 700 Grasikonen und Holzikonen, die eigentlich die reicheste Sammlung in Rumänien ausmachen, werden im Ethnographischen Museum in Sibiel (gegründet von dem Vikaren Zosim Gancea) ausgestellt.
Eine interessante Form der traditionellen Szeklerkunst, kann bei den holzgeschitzten Grabstellen im Baraolt-Becken des Kreises Harghita bewundert werden. Die Grabstellenenden wurden geformt als Sterne, Harpunen, Speere, Kappen, Mützen, Flieder und Tulpenblüten, Schleifen oder Knospen, je nach Geschlecht, Alter und Beschäftigung des Verstorbenen.
In Corund, im Kreis Harghita, wird sich der Reisende freuen zu sehen, dass es auf beiden Seiten der Hauptstraße, die das Dorf durchquert, lange Reihen von Töpferwarengeschäften gibt, die ihre Prokukte an der Straßenseite ausstellen. Unter den verschidenen volkstümlichen Gegenständen, die der eine oder andere mit nach Hause als Souvenir mitnehmen wird, gibt es typische szeklerische und siebenbürgische Töpfe, Vasen, Untertassen und Teller. In den Farben grün und braun, in dunkelblau oder Rottönen, sind diese mit Blumen- und Tierdekorationen geziert.
Es gibt zwei Ethnographische Museen in Hermannstadt/Sibiu genannt "ASTRA" . Während eines von ihnen außerhalb ist im "Wäldchen", am Randgebiet der Stadt, ist das andere innerhalb. Sie stellen Hunderte von Bauernhöfen, Tausende von Geräten, Werkzeugen und Handarbeiten aus, wie Möbelstücke, Stoffe, Stickereien, Holzarbeiten, Töpferwaren und verehrte Gegenstände dar. Die Ausstellungsstücke wurden von den Dörfern Siebenbürgen/Transilvaniens und aus anderen Regionen Rumäniens gesammelt, die die ländliche Zivilisation und die ethno-kulturelle Eigenschaften des rumänischen Volkes offenbaren.
Volkstümliche traditionelle Bräuche und Ereignisse
Das Fest der Jungen Männer
Schei Bezirk von Kronstadt/Brasov
Erster Sonntag in Mai
Das Frühlingsfest der "Juni", d.h. junge Männer im Alter von 18-20 Jahren, eine Ausstellung der traditionellen zeremoniellen Ortsbekleidungen der Männer, die stolz durch die Stadt reiten, mit Pferden die ebenfalls herausgeputzt werden, während viele Menschen aus Kronstadt/Brasov und aus den Umgebungen sich versammeln um die Vorstellung anzuschauen und Spaß zu haben.
Eine Prüfung des militärischen Geschickes und der Männlichkeit ist das "Knüppelwerfen", das aus dem Mittelalter stammt und heute ein malerisches Schauspiel für die Mengen darstellt.
Das Jungfrauenfest
Berg Gaina/Hen (Westkarpaten)
Letzter Sonntag vor dem 20 Juli
Das Jungfrauenfest wird auf dem Berg "Die Henne mit den Goldenen Eiern" gehalten und ist das größte Fest auf dem von den "Motzen" bewohnten Gebiet, in den Westkarpaten. In alten Zeiten, sollten die Hirten, die zwei Viertel des Jahres mit ihren Schafherden in den Bergen verbrachten, herunter gekommen sein, um eine Braut zu suchen. In der Berghochebene sollten sie auf anziehend gekleideten Jungfrauen gewartet haben, die in Begleitung ihrer Eltern ihre Gaben zeigten z.B. handgestickte Waren, Töpferwaren usw. in dem Versuch, die Aufmerksamkeit des möglichen Ehemannes zu gewinnen.
Obwohl der Beweggrund des alten Brauches seit langem in Vergessenheit geraten ist , versammeln sich heute die Menschen immer noch und haben gemeinsam Spaß, mit viel Volksmusik und Tanz, viel Essen und Trinken.